AllgemeinReady for Departure, again!

13. Mai 2020
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Hi,  

mein Name ist Johannes, seit zwei Jahren bin ich Fluglehrer beim TFC Flightcamp und sehr froh, dass wir nach fast zwei Monaten am Boden endlich wieder schulen dürfen. 

Nachdem wir uns alle in den letzten Wochen radikal umgewöhnen mussten, fühlt es sich gut an, nicht mehr nur auf virtuellen Kontakt beschränkt zu sein. Wir tun natürlich alles, um gesund zu bleiben und nehmen aufeinander Rücksicht, können dabei aber auf Altbewährtes zurückgreifen.  

Schon immer telefonieren meine Schüler und ich an den Tagen vor geplanten Missions miteinander und briefen dabei intensiv, was vor uns liegt. Missions sind die zu fliegenden Stunden. Heute ist meine erste Mission zum Beispiel via Münster nach Kassel und über Dortmund zurück zu fliegen. Das gemeinsame Briefing hilft uns beiden: ich weiß, was auf mich zu kommt und kann schon im Vorfeld Hinweise zur detaillierten Vorbereitung geben oder Alternativen vorschlagen. Die Schüler können so eigenständig das Beste aus sich herausholen – und sich auf meine Marotten einstellen…

Klar ist auch, dass wir uns an die Hygienevorschriften halten. Wir begrenzen den Aufenthalt an der Flight Base auf ein Minimum, deshalb müssen wir auch das sonst übliche Miteinander reduzieren. Wie in der Airline später halten wir so aber auch die Flugzeuge so intensiv wie möglich in der Luft, reduzieren Bodenzeiten während des Tages und stellen sicher, dass trotzdem alle Flüge im Detail vor- und nachbereitet werden. 

Natürlich stört ein Mundschutz insbesondere im nicht klimatisierten Cockpit, aber sobald man „im Flow“ ist, merkt man das kaum mehr. Sowieso habe ich den Eindruck, dass die Schüler sich mehr auf die fliegerischen Aspekte als auf den Komfort konzentrieren. Als Lehrer ist es aber auch ein bisschen schwieriger, Mimik zu deuten und sich so früh auf den Schüler einzustellen, was die verbale Kommunikation in den Mittelpunkt rückt. 

Ist man dann einmal in der Luft fällt auf, dass es viel ruhiger ist als sonst. Zwar starten auch andere Flugschulen wieder mit der Ausbildung, aber die Airlines sind noch etwas zögerlich. So haben wir immer mal wieder die Möglichkeit für außergewöhnliche Anflüge – zum Beispiel auf Düsseldorf oder durch den Frankfurter Luftraum. 

Das Wetter spielt zum Glück momentan mit, wir holen also direkt das Optimum an Flugstunden aus den dreizehn Stunden, die wir in Essen schulen können. Dabei hilft uns die Planung, die darauf achtet, dass nicht zu viele Schüler gleichzeitig an der Flightbase sind, aber genügend, um einen effiziente Ablauf zu gewährleisten. Am Platz selbst steht immer jemand aus dem Ops zur Verfügung, falls ich mal wieder eine organisatorische Frage habe und technisch hilft Max weiter – den habt Ihr im letzten Blogeintrag kennen gelernt. 

Passt auf Euch auf, ich hoffe wir sehen uns bald an der Flightbase.

Euer Johannes

 

Copyright 2020, TFC Flugbetrieb und -technik Beratungsgesellschaft mbH

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